Zahnarzt Hamburg | Zahnaufhellung (Bleaching)

# zum Inhalt springen | # zur Navigation springen
Zahnarztpraxis Hamburg Dr. Drong - Ganzheitliche Zahnmedizin
HeaderBild von Zahnarzt Hamburg .com
angstfrei schöne und gesunde Zähne - Telefon 040 - 303 98 68 0

Sie befinden sich hier : News, Presse, Medien » Zahnaufhellung (Bleaching)

A A A

Zahnaufhellung / Bleaching - was Sie dabei beachten m?ssen - h?ufig gestellte FragenZahnaufhellung (Bleaching)


Häufig gestellte Fragen und Antworten:

Was sollte man beim Zahnaufhellen beachten?

Grundsätzlich ist bei von dem Patienten vorgebrachten Wünschen der Zahnaufhellung zu beachten, dass nicht alle Veränderungen der Zahnfarbe durch im Zahn liegende Verfärbungen bedingt sind. Vor Anwendung von Zahnaufhellungsmaßnahmen ist eine gründliche Reinigung der Zahnoberfläche (professionelle Zahnreinigung) notwendig, um alle auf der Zahnoberfläche vorhandenen Anlagerungen bzw. Verfärbungen durch Nahrungs- und Genussmittel gründlichst zu entfernen. Nach Anwendung dieser Therapie sind in den meisten Fällen deutliche ästhetische Veränderungen schon beseitigt.
Auch gilt es vor der Anwendung von Zahnaufhellungsmaßnahmen darauf zu achten, dass das Gebiss kariesfrei ist und keinerlei Symptome für Zahnbetterkrankungen, wie Zahnfleischbluten oder Zahnfleischtaschen, zu finden sind. Vorhandene Karies, insbesondere an den zu bleichenden Zähnen, ist unbedingt vor Beginn der Zahnaufhellung durch Füllungsmaßnahmen zu beseitigen.
Ferner sind vorhandene Zahnfüllungen oder Verblendungen aus Keramik oder Kunststoffen von vorhandenen Kronen oder Brücken nicht durch eine Zahnaufhellung zu beeinflussen. So muss der Patient darüber aufgeklärt werden, dass im Nachgang an eine Zahnaufhellung unter Umständen umfangreiche Maßnahmen zur Neuherstellung von Füllungen oder auch Kronen bzw. Brücken notwendig sein können.
Insgesamt gilt, dass das zu erwartende Ergebnis mit dem Patienten ausführlich besprochen werden muss. Tote Zähne bzw. Zähne, die durch eine Wurzelkanalbehandlung und eine nachfolgende Wurzelfüllung versorgt worden sind und häufig Verfärbungen aufweisen, können ebenso aufgehellt werden. Durch Aufhellungsmethoden, die darin bestehen, dass das Aufhellungspräparat in den Zahn eingebracht wird, kann unter Umständen eine aufwendigere Kronenversorgung oder die Herstellung von Verblendschalen (Veneers) vermieden werden.
Fazit: Vor einer Bleichtherapie sollte der Zahnarzt zur Abklärung geeigneter Maßnahmen aufgesucht werden.


Welche Aufhellung ist realistisch? Und wie lange hält das Weiß?

Die in der Literatur angegebenen Erfolgsquoten für Bleichtherapien differieren sehr stark. Während der Behandlung wird anfänglich zumeist eine deutliche Aufhellung der Zähne beobachtet. Nach entsprechenden Farbskalen kann man durchaus 1-2 Stufen, aber auch mehr, erreichen. Grundsätzlich muss man zwischen dem Bleichen devitaler (toter) und vitaler (lebender) Zähne unterscheiden. Devitale Zähne werden durch Einlagen mittels eines H2O2 -abspaltenden Bleichmittels (z.B. Karbamidperoxyd) innerhalb des Zahnes aufgehellt.
Zur optimalen Aufhellung verfärbter Zähne ist häufig eine mehrmalige Einlage in den Zahn notwendig.
Vital verfärbte Zähne können mit Hilfe von Medikamententrägern (Schienen) als sogenannte Home-Bleaching-Maßnahme, in die das Karbamidperoxid in Gelform eingebracht wird, aufgehellt werden. Der Patient trägt diese Schiene während des Tages zu bestimmten Zeiten. Die Behandlung sollte 4-6 Wochen nicht überschreiten. Eine weitere Methode ist das sogenannte "in office bleaching". Dabei verwendet der Zahnarzt hochkonzentrierte Bleichmittel u.U. mit Anwendung von Wärme oder Licht bestimmter Wellenlängen. Das Bleichmittel wird nach vorherigem Schutz des Zahnfleisches mit Gummimanschetten oder Abdichtmittel direkt auf die Zahnoberfläche aufgebracht, und verbleibt dort entsprechend den Anwendungsvorschriften für eine Zeit unter Kontrolle des Zahnarztes. Danach wird es gründlich entfernt und die Kontrolle des Bleichergebnisses kann sofort vorgenommen werden.
Die bei allen Methoden anfänglich festgestellte deutliche Aufhellung ist unter Umständen nach wenigen Jahren wieder reduziert. In einem solchen Fall kann eine erneute Bleichungstherapie vorgenommen werden. Insgesamt muss darauf verwiesen werden, dass Bleichungen Nebenwirkungen an Zähnen in Form von Überempfindlichkeit und geringfügiger Verminderung der Oberflächenhärte der Zahnhartsubstanz auslösen können. Darüber hinaus können Schleimhautirritationen durch das Bleichmittel selbst hervorgerufen werden. Zur Vermeidung solcher Komplikationen sollte die Indikationsstellung und Durchführung von Aufhellungstherapien in den Händen des Zahnarztes bleiben bzw. der Patient sehr gründlich über die Anwendung im häuslichen Bereich informiert werden. Eine Fluoridierung der Zahnoberfläche nach abgeschlossener Bleichtherapie ist sinnvoll.


Ist der Zahnaufheller gefährlich für den Zahnschmelz oder das Zahnfleisch? Wenn ja, warum?

Unter Beachtung der entsprechenden Anwendungsvorschriften, d.h. bei in der Zahnarztpraxis durchgeführter Therapie, Abdeckung des Zahnfleischrandes durch Gummimanschetten oder Isolationsmittel ist keine Schädigung des Zahnfleisches zu erwarten. Lediglich wird von den Patienten nach Aufhellungstherapie unter Umständen eine verstärkte Empfindlichkeit der Zähne beobachtet, die durch Fluoridierungsmaßnahmen behoben werden kann. Nach derzeit vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchungen ergibt sich keine negative Beeinträchtigung der Zahnhartsubstanz sofern die Anwendungsvorschriften beachtet werden.


Kann Zahnaufheller den Körper an sich schädigen oder Allergien auslösen?

Wiederum bei entsprechender Beachtung der Anwendungsvorschriften und unter gründlicher Entfernung der Überschüsse des Bleichgels sind derzeit keine Nebenwirkungen bekannt. Hinsichtlich des Auftretens von Allergien liegen ebenso keine wissenschaftlichen Daten vor. Trotzdem sollten hierbei immer wieder die Anwendungsvorschriften bzw. Beipackzettel Beachtung finden.


Wie oft sollte man maximal die Zähne aufhellen?

Bei der Häufigkeit der Anwendung von Zahnaufhellungsmaterialien sind unbedingt die Anwendungsvorschriften zu beachten. So kann eine zu häufige oder zu intensive Behandlung Veränderungen der Zahnhartsubstanz hervorrufen, oder auch sehr starke Empfindlichkeit der Zähne auslösen. So ist davor zu warnen, Aufhellungsmethoden mehrmals im Jahr anzuwenden.


Hat die Zahnfarbe etwas mit der Zahngesundheit zu tun?

Die Zahnfarbe eines Patienten ist etwas sehr Individuelles und abhängig von der Struktur und der Funktion der Zähne sowie ihrer Umgebung. Dabei verändert sich die Zahnfarbe im Laufe des Lebens. Zahnverfärbungen können Hinweise auf Erkrankungen der Zahnhartsubstanz (Karies) und des Zahnnervens sein. Darüber hinaus gibt es Zahnverfärbungen in Folge von allgemeingesundheitlichen Störungen, erblichen Dispositionen, frühkindlicher Medikamenteneinnahme sowie einer überhöhten Fluoridzufuhr. All diese Ursachen verfärben den Zahn von innen heraus.
Daneben gibt es selbstverständlich Zahnverfärbungen, die durch Auflagerungen auf der Zahnoberfläche entstehen. Dies geschieht vor allen Dingen durch Nahrungs- und Genussmittel, aber auch bei Medikamenteneinnahme. Insgesamt kann also festgehalten werden, dass die Farbe der Zähne durchaus Hinweise für Erkrankungen der Zähne und des Mundes geben kann.


Was ist Zahnaufheller und wie funktioniert er?

Das am häufigsten eingesetzte Bleichmittel für die Zahnaufhellung ist das Wasserstoffperoxyd oder daraus bestehende Trockensubstanzen. Die Zerfallsprodukte von Wasserstoffperoxyd, wie Radikale, Hydroxyl oder Perhydroxylionen stellen die aktive Bleichsubstanz dar. Diese wirken oxidierend auf die Farbstoffe im Zahn und bewirken dadurch unter Aufspaltung dieser Farbstoffe eine Aufhellung.


Was ist der Unterschied zwischen Zahnaufhellung beim Zahnarzt oder dem Aufheller aus der Drogerie?

Die Methoden der Zahnaufhellung unterscheiden sich im wesentlichen in der aufgebrachten Konzentration der Bleichmittel. So sind Zahnaufheller aus der Drogerie bzw. der Apotheke oder dem Supermarkt in ihrer Konzentration niedriger und erreichen somit nicht immer gleiche Aufhellungsergebnisse wie Methoden, die in der zahnärztlichen Praxis eingesetzt werden. Innerhalb der zahnärztlichen Praxis unterscheiden wir ein "in office-bleaching" und ein "home-bleaching". Bei dem "in-office-bleachen" setzt der Zahnarzt unter entsprechender Abdeckung des Zahnfleischrandes hochkonzentrierte Zahnaufhellungsmittel unter Umständen unter Einwirken von Wärme bzw. Licht direkt auf der Zahnoberfläche ein. Diese hochkonzentrierten Mittel müssen unter genauster Beobachtung des Zahnarztes gehandhabt werden. Eine nachfolgende Fluoridierung der Zahnoberfläche sollte erfolgen.
Beim "home-bleaching" wird unter Abdrucknahme eine entsprechende Kunststoffschiene für die zu behandelnden Zähne im zahntechnischen Labor gefertigt. Mit Hilfe dieser Kunststoffschiene kann der Patient selbst im häuslichen Bereich - nach vorheriger Aufklärung und Information bezüglich der Anwendung des Bleichmittels - das Bleichen durchführen. Im Allgemeinen wird eine wöchentliche Kontrolle vorgenommen, wobei die Aufhellung oder begleitende Symptome kontrolliert werden. Auch hierbei sollte im Anschluss eine entsprechende Fluoridierung der Zähne durchgeführt werden.


Wirken die Zahnaufheller aus der Drogerie?

Zahnaufhellungsmaterialen aus Drogerien, Apotheken bzw. Supermärkten bewirken unzweifelhaft ebenso eine Aufhellung von Zähnen. Hierzu werden derzeit Gele, Lacke oder entsprechende Klebestreifen angeboten. Bei Zahnpasten, die ebenso eine Aufhellung versprechen, ist darauf zu achten, dass ein nicht zu hoher Anteil an Putzkörpern vorhanden ist. Die Wirksamkeit dieser Zahnaufhellungsmaterialien hängt aber sehr von der Konzentration der wirksamen Substanzen ab, so dass niedrig konzentrierte Zahnaufhellungsmaterialien einerseits nicht so stark aufhellend und auch nicht so lang anhaltend wirken.
Sind Klebefolien (z.B.: White Stripes) empfehlenswert?
Die von der Firma blend-a-med eingeführten White Stripes verwenden ebenso H2O2 in einer Konzentration von 5-6,5% für die Aufhellung von Zähnen. Auch mit Hilfe dieser Klebefolien lässt sich eine Aufhellung der Zähne erreichen. Die Haltbarkeit dieser Aufhellung ist nach derzeitigen Erfahrungen bis zu 6 Monaten begrenzt. Anzuraten ist in jedem Falle vor dem Einsatz dieser Klebefolien den Zahnarzt zu konsultieren. Er kann abklären, ob die vorhandenen Verfärbungen auf der Zahnoberfläche oder innerhalb des Zahnes liegen und welche Erfolgsaussichten mit dieser Bleichmethode bestehen. Bisher vorliegende Ergebnisse geben keinen Anlass auf mögliche Nebenwirkungen.


Was kann schlimmstenfalls passieren, wenn man die in der Apotheke erhältlichen Produkte auf eigene Faust anwendet - ohne vorher mit dem Zahnarzt zu sprechen?

s. Frage zuvor


Was halten Sie von den so genannten Raucherzahnpasten mit Schleifkörpern?

Die sog. Raucherzahnpasten mit dem überdurchschnittlichen Gehalt von Schleifkörpern bekämpfen in erster Linie die sog. externen Zahnverfärbungen, d.h. die Auflagerungen auf der Zahnoberfläche durch Nahrungs- und Genussmittel bzw. Medikamente. Der regelmäßige Gebrauch solcher Raucherzahnpasten ist jedoch nicht zu empfehlen. Die darin enthaltenen Schleifkörper führen zusammen mit einem oftmals zu hohem Anpressdruck der Zahnbürste bei der Mundhygiene, zu Verletzungen der Zahnhartsubstanzoberfläche. So ist es nicht selten, dass nicht kariös bedingte Zahnhartsubstanzdefekte durch regelmäßigen Gebrauch solcher Zahncremes und zu hohem Kraftaufwand bei der Mundhygiene entstehen. Insbesondere nach der Aufnahme säurehaltiger Nahrungsmittel und Getränke sollte eine Stunde gänzlich die Zahnpflege unterbleiben.


Haben Sie Tipps, wie man die Zähne ohne große Unkosten weißer bekommen und erhalten kann?

Natürlich hat jeder von uns eine individuelle Zahnfarbe. Eine effektive Zahn- und Mundhygiene unter Umständen begleitet durch eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung durch den Zahnarzt oder eine Prophylaxeassistentin kann nicht nur Zahn- und Zahnbettschäden vermeiden, sondern hilft gleichzeitig Auflagerungen auf der Zahnoberfläche zu verhindern. Dabei ist nicht primär die Art des Zahnpflegemittels, außer dass sie Fluorid enthalten sollte, entscheidend, sondern die richtige Technik der Zahnpflege. Zusätzlich sind für die Zahnzwischenräume Zahnseide, Zahnzwischenraumbürsten und Zahnhölzchen auch wiederum nach Anleitung sinnvoll. So kann man nicht nur seine Mundgesundheit erhalten, sondern auch ohne große Unkosten sehr viel für das natürliche "Weiß" seiner Zähne tun.

Autor: Dr. Dietmar Oesterreich,
Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer,
erstellt am 18.Mai 2004

Quelle / Copyright: Zahnärztekammer Hamburg / KZV Hamburg

Link zur Website: http://www.zahnaerzte-hh.de/