Zahnarzt Hamburg | Der nächtliche Begleiter - Zähneknirschen

# zum Inhalt springen | # zur Navigation springen
Zahnarztpraxis Hamburg Dr. Drong - Ganzheitliche Zahnmedizin
HeaderBild von Zahnarzt Hamburg .com

Sie befinden sich hier : News » Der nächtliche Begleiter - Zähneknirschen

A A A

Z�hneknirschen muss behandelt werdenDer nächtliche Begleiter

Zähneknirschen muss behandelt werden!

„Endlich bin ich meine ständigen Kopfschmerzen los. Wie gut, dass mich mein Hausarzt zum Zahnarzt geschickt hat.“

Maike lebt seit zwei Monaten mit ihrem Mann in Scheidung und wacht seit einiger Zeit ständig mit Kopfschmerzen auf. Ebenfalls bereitet ihr das morgendliche Gähnen große Schmerzen und die gesamte Gesichtsmuskulatur ist total verspannt.

Da ihr Hausarzt keine Ursache entdecken konnte, schickte er sie zum Zahnarzt. Der erkannte an der übermäßigen Abnutzung des Zahnschmelzes, dass Maike unter Bruxismus – ein nächtliches Zähneknirschen – leidet.

Beim Zähneknirschen werden leere Kaubewegungen ausgeführt und es wirken dabei Kräfte von 480 kg/cm². Beim entspannten Menschen wirken lediglich Kräfte von 40 kg/cm². Auch besteht ein Unterschied in der Länge des Zahnkontaktes. Im normalen Fall haben die Zähne in 24 Stunden 10 bis 30 Minuten Kontakt, nämlich beim Kauen und Schlucken. Beim Bruxismus sind es dahingegen 45 Minuten. Durch diese hohe Kraft kann es zu einer ganzen Bandbreite von Folgen kommen.

Hierzu zählen die übermäßige Abnutzung der Zähne - oft wird die ganze Zahnkrone weggeraspelt -, chronische Zahnschmerzen sowie Lockerung oder Absterben einzelner Zähne. Nicht selten sind chronische Kopf-, Kiefergelenk- oder Nackenschmerzen unangenehme Folgen des Bruxismus. Zu guter Letzt können irreparable Schäden am Kiefergelenk entstehen.

Nicht immer sind die Ursachen eindeutig
Wer nachts knirscht, der hat sich an einem Problem festgebissen. Diese Probleme können mechanisch oder seelisch sein.
Zu den mechanischen Auslösern gehören Zahnfehlstellungen, zu hohe Füllungen, Zahnlücken im Seitzahnbereich oder ein unbrauchbar gewordener Zahnersatz. Ein Besuch beim Zahnarzt kann hier Abhilfe schaffen, denn mechanische Ursachen lassen sich meistens leicht korrigieren.

Schwieriger sieht es mit den seelischen Auslösern aus. Das Zähneknirschen läuft in der Regel in der Traumphase ab, also während der Verarbeitung psychischer Belastungen. Dies kann der Stress vom Tag sein oder aber auch tiefer liegende psychische Probleme wie Angst, Frustration, sexuelle oder familiäre Probleme.

In nächtlichen Ruhephasen gibt das zentrale Nervensystem den Befehl an die Zähne, die Probleme wegzukauen und daher ist es wichtig für den Patienten, einen Psychologen oder Psychiater aufzusuchen. Hier gelingt es ihm oft, den Knoten zu lösen und sein Problem zu bewältigen oder aber er lernt, damit umzugehen. Dazu gehört in erster Linie, den Alltagsstress vor dem Schlafengehen, zum Beispiel durch Meditation, abzubauen.

Damit die Zähne keinen weiteren Schaden tragen, wird der Zahnarzt seinem Patienten eine Aufbiss- oder Relaxierungsschiene empfehlen. Diese wird an Hand eines Kieferabdrucks aus Weichplastik hergestellt und nachts getragen. Dadurch werden Muskeln und Gelenke geschont und der Zahnschmelz wird nicht weiter abgenutzt.

Bruxismus ist weit verbreitet
Fast alle Erwachsenen haben Schlifffacetten an den Zähnen, die durch irgendwann stattgefundene Parafunktionen entstanden sind. Unter Parafunktionen versteht man Aktivitäten des Kausystems, die keinem funktionellen Zweck dienen wie zum Beispiel auch das Wangen-, Lippen- und Zungenbeißen oder das Kauen auf Objekten. Auch etwa 80 % aller Patienten mit Erkrankungen des Zahnhalteapparats neigen zum Bruxismus, allerdings sind sich dessen nur 10 bis 20 % der Betroffenen bewusst.

Anders ist es bei Kindern. Bei ihnen ist das Zähneknirschen ganz normal, denn sie müssen vor, während und nach dem Zahnwechsel die Feinabstimmung des Zusammenbisses zwischen oberer und unterer Zahnreihe zurechtbeißen und -schleifen. In vielen Fällen allerdings dauert das Zähneknirschen länger als dieser Zeitraum, so dass bei jedem zweiten Zwölfjährigen Knirschschäden an den Zähnen bestehen. Für Eltern gilt deshalb, öfter mal in den Schlaf ihres Kindes hineinzulauschen.

Wenn auch Sie an einem Problem herumkauen und damit nicht nur Ihrer Zahngesundheit sondern Ihrem gesamten Wohlbefinden schaden, suchen Sie unbedingt Ihren Zahnarzt auf. Ihm können Sie vertrauen und er wird Ihnen mit Rat und Tat und gegebenenfalls auch mit Einbeziehung psychologischer Hilfe zur Seite stehen.

Quelle / Copyright: Zahnärtzekammer Schleswig-Holstein

Link zum Artikel